Alternative Süßungsmittel

Veröffentlicht am 28.01.21

Alternative Süßungsmittel gelten als gesündere Variante zum herkömmlichen raffinierten Zucker, der üblicherweise verwendet wird. Mit dem Trend zur bewussteren und gesünderen Ernährung ohne Verzicht auf Süßes wurden auch Zuckeralternativen immer beliebter. Mittlerweile gibt es unzählig viele Alternativen, die je nach Gebäck unterschiedlich eingesetzt werden. Somit erfüllen alternative Süßungsmittel nicht mehr nur noch die Funktion, ein Gebäck zu süßen, sondern diesem ebenfalls ein besonderes Aroma zu verschaffen. Dabei sorgen die verschiedenen Süßungsmittel auch für eine unterschiedliche Süßkraft. Wir möchten auf eine Auswahl der vielen Zuckeralternativen eingehen.

 

Was genau machen diese Süßungsmittel aus und inwiefern unterscheiden sie sich vom raffinierten Zucker?

 

Kokosblütenzucker

Zur Herstellung von Kokosblütenzucker wird Nektar aus den Blüten der Kokospalme gewonnen. Anschließend entsteht durch das Einkochen ein Sirup, welcher in kristallisiertem Zustand zu Zucker verarbeitet und zermahlen wird. Damit ist die Besonderheit am Kokosblütenzucker vor allem, dass dies ein naturbelassener Zucker ist, der weder gebleicht noch raffiniert wird. Die Süßkraft unterscheidet sich kaum im Vergleich zum gewöhnlichen Zucker und ist nur leicht geringer. Somit kann Kokosblütenzucker in etwa der gleichen Menge verwendet werden. Der Unterschied zum weißen Zucker liegt hier in der Herkunft und Herstellung des Granulats. Aufgrund des karamellartigen Geschmacks eignet sich Kokosblütenzucker vor allem für Kuchen mit besonderen Geschmacksnuancen.

 

Agavendicksaft

Agavendicksaft ist ein im Trend liegendes Süßungsmittel und wird aus der Agavenpflanze gewonnen. Dabei hat Agavendicksaft eine leicht höhere Süßkraft als raffinierter Zucker, jedoch gleichzeitig weniger Kalorien. Auch für Diabetiker ist diese Alternative besonders geeignet aufgrund des hohen Fructoseanteils. Nicht nur in süßen Backwaren, sondern auch in Desserts findet Agavendicksaft häufig Verwendung. Als Allrounder findet Agavendicksaft auch in vielen weiteren Rezepten von Soßen, Aufstrichen oder Müslis Anwendung. Bei dem Backen mit Agavendicksaft ist jedoch zu beachten, dass die Backwaren durch den hohen Fructosegehalt schneller braun werden. Agavendicksaft eignet sich auch für Backwaren, bei welchen die bindende Eigenschaft des raffinierten Zuckers sehr wichtig ist.

 

Birkenzucker

Birkenzucker oder auch Xylit gilt als gesundes Süßungsmittel und steht demnach stark im Trend. Xylit gehört zu den Zuckeraustauschstoffen und wird aus pflanzlichen Rohstoffen in der Regel aus den Resten von Maiskolben hergestellt. Es gibt aber auch Varianten zu kaufen, bei welchen Xylit aus Birkenholz gewonnen wird. Studien zufolge wirkt sich Xylit sogar positiv auf die Zahngesundheit aus und wird auch hier gezielt eingesetzt. Der beliebte Zuckerersatz kann in gleicher Menge wie Zucker verwendet werden. Doch gerade bei Backwaren mit Hefe ist Vorsicht geboten. Hier muss dennoch ein Anteil an gewöhnlichem Zucker hinzugegeben werden, sodass für den Hefeteig das gewünschte Ergebnis erzielt wird.

 

Dattelzucker

Dattelzucker wird aus dem Fruchtfleisch der Datteln gewonnen. Da bei der Herstellung die Datteln entsteint, getrocknet und gemahlen werden, bilden diese nach wie vor ein natürliches Süßungsmittel. Aufgrund der Herstellung enthält Dattelzucker nach wie vor die wertvollen Vitamine und Mineralstoffe der Frucht und ist besonders nährstoffreich. In Flüssigkeiten löst sich Dattelzucker zwar nicht auf, eignet sich aber für Gebäcke mit seinem fruchtigen Eigengeschmack. Hier kann das Verhältnis von 1:1 für Zucker verwendet werden.