COVID-19 verändert den Ladenbau

Veröffentlicht am 04.03.21

Die Corona-Krise ist eine einschneidende Erfahrung für die Welt. Nie zuvor hatten wir es in der westlichen Welt mit derartigen Einschränkungen zu tun. Niemand hätte zu Beginn des Jahres 2020 zu denken gewagt, dass wir einige Wochen später mit Masken durch die Straßen laufen, unsere Verwandten und Freunde kaum oder gar nicht mehr besuchen können oder sämtliche gesellschaftlichen Aktivitäten stillgelegt sind. Langzeitstudien gibt es noch keine, aber es ist uns allen bewusst, dass Corona unser Leben maßgeblich beeinflusst und sich aktuell ein Wandel in der Gesellschaft vollzieht. Hat man sich vorher keinerlei Gedanken gemacht, wenn man nahe neben einem anderen Kunden stand, erwischen wir uns mittlerweile sogar beim Fernsehen bei dem Gedanken, dass die Schauspieler doch nicht ausreichend Abstand zueinander wahren. Es wird davon ausgegangen, dass uns diese Gedanken nachhaltig prägen werden.

 

Abstand als dauerhafter Begleiter?

Durch die Abstandsregeln, die uns nun schon eine ganze Weile begleiten, gewöhnen wir uns an diese Abstände und fühlen uns nicht mehr wohl, wenn wir uns in unmittelbarer Nähe zu anderen Kunden befinden. Dieses Gefühl prägt uns und wird laut Experten auch nach der endgültigen Bewältigung der Pandemie in den Köpfen der Menschen bleiben. Nicht in der aktuellen Dimension, aber das Gefühl wird ein anderes sein. So wird von vielen Kunden auch nach der Corona-Krise ein gewisser Abstand zwischen den Sitzplätzen erwartet werden. Nur so kann zukünftig die notwendige Wohlfühlatmosphäre für alle Kunden entstehen. Doch nicht nur das. Der Ladenbau entwickelt sich auch dahingehend, dass schon beim Bau vorgesorgt wird, falls wir nochmals in eine solche Pandemie geraten sollten.

 

Raumteiler, Plexiglas und Spuckschutz

Wir haben uns an die Plexiglasscheiben zwischen uns und den Verkäufern gewöhnt. An Spuckschutz-Aufsteller auf den Tresen oder Raumteiler zwischen Tischen. Zukünftig werden beim Ladenbau exakt diese Dinge beachtet werden. So wird es zukünftig Lösungen geben, dass integrierte Scheiben über der Theke eingebaut werden, um besser gewappnet zu sein, sofern diese nochmals benötigt werden. Es wird ausreichend Platz gelassen, um schnell Raumteiler in das Ladenkonzept integrieren zu können. Corona wird wohl den Trend zu größeren Flächen vorantreiben. So sehen Kunden auf den ersten Blick die vorgesehenen Laufwege, Aufenthalts- oder auch Wartebereiche. Es ist also zu erwarten, dass künftig schon beim Ladenbau darauf geachtet wird, dass ausreichend Platz vorhanden ist, um spontan auf derartige Situationen reagieren zu können. Spuckschutz, Plexiglasscheiben, Raumteiler oder Sichtschutzvarianten müssen einfach und unkompliziert eingebaut werden können.

 

Corona und die Digitalisierung

Doch auch die Digitalisierung erlebt durch COVID-19 einen enormen Aufschwung. Und das nicht nur durch digitale Lösungen im Bestellvorgang, sondern in verschiedensten Bereichen. So bieten mittlerweile 33 % der Restaurants digitale Speisekarten an, was vor der Pandemie kaum der Fall war. Auch die Digitalisierung ist eine Komponente, die zukünftig beim Ladenbau beachtet werden sollte. So muss beispielsweise das kontaktlose Bezahlen garantiert und gut in das Laden-Konzept zu integrieren sein.

 

Wir sind sehr gespannt, wie sich die Anforderungen an den Ladenbau nach Corona verändern werden und was sich nachhaltig durchsetzen wird.