Die Zukunft von Einwegverpackungen

Veröffentlicht am 12.02.21

Betrachtet man die Zahlen des Verpackungsmülls pro Kopf, steigen diese jährlich immer weiter an. Allein in Deutschland sind dies über 17 Millionen Tonnen im Jahr, was pro Kopf im Schnitt etwa 240 Kilo bedeutet. Dies bezieht sich auf alle Produkte insgesamt. Dabei ist es jedoch sinnvoll, in jeder einzelnen Branche dagegen anzukämpfen und nachhaltig zu handeln. Trotz der positiven Veränderung des allgemeinen Bewusstseins, die Ressourcen der Erde zu schonen und Müll zu reduzieren, ist diese Zahl noch viel zu hoch. Besonders Unternehmen tragen diesbezüglich eine große Verantwortung. Auch in der Bäckereibranche muss dieser Thematik Beachtung geschenkt werden.

Die Wahl der Verpackung

Bei der Wahl einer Verpackung sind verschiedene Aspekte wichtig zu beachten. Verpackungen wie Brottüten, Kekstüten, Kaffeebecher, Material zum Einpacken von süßen Stücken und To-Go Varianten sollen in erster Linie Hygiene im Umgang mit den Lebensmitteln ermöglichen, den Einkauf bequem und praktisch werden lassen und ebenfalls hochwertig und designtechnisch ästhetisch aussehen. Dabei darf nicht außer Acht gelassen werden, dass Verpackungen beispielsweise mit farbigem Aufdruck sich dafür eignen müssen, auch mit Lebensmitteln in Berührung kommen zu dürfen, ohne dass die Verpackung gesundheitliche Schäden hervorrufen könnte. Vor allem jedoch sollte auf das Material und die Herstellung geachtet werden und ob sich die Verpackung entweder wiederverwenden lässt oder biologisch abbaubar ist. Auch Alternativen zum Kaffeebecher gewinnen zunehmend an Beliebtheit.

Maßnahmen für die Zukunft

Aufgrund des hohen Müllaufkommens in Deutschland müssen Maßnahmen ergriffen werden. So hat das Bundesministerium Ende letzten Jahres für Aufmerksamkeit bezüglich dieses Themas gesorgt. Es wurde ein Entwurf vorgelegt, welcher einfordert, dass bei einem Angebot mit Einwegmaterial ebenfalls die Alternative bestehen muss, eine Mehrwegverpackung wählen zu können, was bedeutet, dass diese entsprechend verpflichtend angeboten werden müssen. Schließlich soll das Bewusstsein weiter gefördert werden und der Kunde soll zukünftig die Wahl zwischen Einweg und Mehrweg haben. Dies würde beispielsweise für Kaffeebecher, Salatboxen oder Müslibecher zum Mitnehmen zutreffen. Ob und wann dies letztlich beschlossen wird, steht noch aus.

Da auch wir in unseren Bäckereien bereits großen Wert auf Nachhaltigkeit legen, haben auch wir schon Alternativen für einen Kaffeebecher eingeführt und achten in der Auswahl eines Materials stets auf die Nachhaltigkeit und Klimaneutralität dieses Produkts.