Das Problem des Fachkräftemangels

Veröffentlicht am 10.06.20

Kaum einer bleibt davon verschont: die Rede ist vom Fachkräftemangel. Er zieht sich durch alle Branchen und Berufszweige. Durch alle Länder und Regionen. Nicht nur die sinkende Zahl der Betriebe, sondern auch die rückläufige Zahl der Auszubildenden wird zunehmend zum Problem. Ohne Auszubildende kommen keine Fachkräfte nach. 2009 lag die Zahl der Auszubildenden im Bäckerhandwerk noch bei 35.257, im vergangenen Jahr 2019 waren es nur noch 14.773.

 

Die Entwicklung der Ausbildungsberufe

Das Interesse und die Nachfrage nach klassischen Ausbildungsberufen nehmen stetig ab. Junge Leute haben heute weitaus mehr Möglichkeiten bei der Berufswahl, als dies noch vor einigen Jahren der Fall war. Auch der Ausbildungsberuf des Bäckers musste in den vergangenen Jahren wiederholt Rückschläge hinnehmen. Im Vergleich zu 2018, gab es 2019 ganze 6,8 % weniger Auszubildende zum Bäcker. Das entspricht einer Zahl von 5.587 Bäcker-Lehrlingen. Ganz ähnlich sieht es bei den Bäckereifachverkäufern aus. Waren es 2018 noch 9.876 Auszubildende, sind es 2019 lediglich noch gut 9.000. Das entspricht einem Rückgang von 8,3%.  Aber nicht nur die Zahl der Auszubildenden sinkt, auch die Zahl der Bäckereibetriebe nimmt seit einigen Jahren stetig ab. Zu groß ist der Konkurrenzdruck durch die günstigen Discounter und große Ketten. Somit fallen auch wertvolle Ausbildungsbetriebe weg.

 

Was tun gegen den Fachkräftemangel?

Durch Mangel an qualifiziertem Personal und an Nachwuchskräften bestehen nicht nur aktuell, sondern auch auf lange Sicht Probleme. Kurzfristig entsteht das Problem, dass den Bäckereien nicht ausreichend Arbeitskraft zur Verfügung steht. Langfristig ist es so, dass durch den Mangel an Nachwuchskräften auch die Zukunft der Bäckerei gefährdet ist, da keine neue Generation zukünftiger Inhaber entstehen kann. Natürlich sind Fachkräfte weiterhin auf dem Arbeitsmarkt zu finden. Allerdings gibt es weitaus weniger arbeitssuchende Fachkräfte, als Betriebe, die nach Fachpersonal suchen. Die Nachfrage übersteigt das Angebot. Deswegen wird es für Unternehmen zunehmend schwerer die Arbeitskräfte für sich zu gewinnen. Hier kommt nun Employer Branding ins Spiel. Ein Unternehmen muss sich von den konkurrierenden Arbeitgebern abheben, so sticht er aus der Menge hervor und ist für potenzielle Arbeitskräfte besonders interessant. Das Employer Branding sollte auf der Frage aufbauen, was das Unternehmen als Arbeitgeber ausmacht und was für potenzielle, zukünftige Arbeitnehmer reizvoll und interessant sein könnte. Was hebt die Bäckerei von anderen ab? Wo ist die gesuchte Zielgruppe am besten zu finden? Wo ist sie am einfachsten zu erreichen? Wie sieht meine Zielgruppe überhaupt aus? Über welche Kanäle sucht sie nach Jobs und was sind besondere Anreize? All dies sind Themen, mit denen Unternehmen sich auseinandersetzen müssen, um in Zeiten des Fachkräftemangels, weiterhin Arbeitskräfte für sich gewinnen zu können. Wie sich Employer Branding bei Bäckereien gestalten könnte, werden wir Ihnen schon ganz bald in einem weiteren Beitrag verraten.