Investitionen in der Bäckereibranche

Veröffentlicht am 01.12.20

Optimierungen in den Bäckereien

Sei es die Ausstattung in der Produktion oder die Erneuerung von Theken, Sitzbereichen oder Brotregalen in den Filialen, Verbesserungspotential gibt es immer. Die Kunst der Bäckereien ist es, abzuwägen welche Investitionen strategisch sinnvoll sind und an welcher Stelle etwas eingespart werden kann, so dass dies keine Nachteile oder Einschränkungen mit sich bringt.

Neue Backöfen, Wägen, Kühltheken und sonstige Ausstattung für die Bäckereien werden als gut angelegte Investitionen angeschafft. Je größer die Produktauswahl, desto mehr Ausstattung ist notwendig zur Verarbeitung. So sind je nach Bäckerei sind entsprechenden Investitionen erforderlich. Da unsere Bäckereien noch traditionelle Handwerkskunst ausüben und so auch das 3-Stufen-Natursauerteig Verfahren anwenden, ist auch hierfür nicht nur die notwendige Ausstattung erforderlich, sondern auch der benötigte Platz mit Lager- und Produktionsflächen für diese Teige. Bei diesem Verfahren brauchen die Teige viel Zeit und Ruhe, um zu gehen.

 

Die Auswirkungen von Corona auf Investitionsvorhaben

Dass die Grundausstattung vorhanden sein muss, steht außer Frage. Doch wenn es um einen Umbau oder Zusatzanschaffungen geht, hat sich gerade jetzt durch Corona viel verändert. Etwa jede zweite Bäckerei in Deutschland hat die Finanzpläne überarbeitet und Vorsätze an Investitionen erst einmal zurückgehalten. Auch das Bäckerhandwerk ist von der Pandemie betroffen und muss Umsatzeinbrüche in den Kauf nehmen. Dies bedeutet, dass auch bezüglich geplanter Investitionen umstrukturiert werden muss, um diese Ausgaben zunächst einmal möglichst gering zu halten. Einige Bäckereien haben die Anschaffung von neuen Knetmaschinen oder auch eine Bodensanierung erst einmal verschoben. Andere Bäckereien wiederum sehen weiterhin großes Potential und lassen sich von der Situation nicht unterkriegen. Große und kostspielige Investitionen wurden nach wie vor durchgeführt. Gesamtheitlich betrachtet lässt sich sagen, dass fast die Hälfte der befragten Bäckereien ihre Vorhaben dennoch umsetzen werden und wie geplant investieren. Etwa 23,2 % werden ebenfalls investieren aber nicht in vollem Umfang und 30,5 % haben ihre Investitionen zurückgestellt. Am stärksten zeigte sich der Rückgang der Investitionsbereitschaft bei den Kaffeekonzepten. Dieser ist von etwa 20 % im Vorjahr auf nun 4,5 % gesunken.

 

Investitionen beim Ladenbau

Vor allem im Bereich Ladeneinrichtung war die Investitionsbereitschaft in den vergangenen Jahren sehr hoch. So waren es 50 %, die in dem vergangenen Jahr für den Ladenbau Geld in die Hand nehmen wollte. Diese Zahl ist nun auf knapp 35 % gesunken, was wiederum Umsatzeinbußen für Ladenbauer bedeutet. Erweiterungen einzelner Filialen sowie Neueröffnungen sind bei den meisten Bäckereien in den Hintergrund gerückt, wodurch diese Zahlen zu Stande kommen.

 

Maßnahmen zur Kostenreduktion

Durch Maßnahmen wie die Änderung der Öffnungszeiten oder die vorübergehende Reduzierung des Produktsortiment konnten viele Bäckereien Deutschlands etwas Kosten einsparen. Die Umsatzerwartung im Allgemeinen ist jedoch bereits geprägt durch Unsicherheit und steht dem Optimismus für eine Verbesserung im Jahr 2021 entgegen. Hier heißt es auch im Bezug auf die Planung weiterer Investitionen: abwarten und die Situation beobachten.

Verschoben ist nicht aufgehoben. So werden bisher geplante Investitionen für die Zukunft von Bäckereien dennoch umgesetzt werden, jedoch zunächst einmal nicht in vollem Umfang oder eben zu einem späteren Zeitpunkt.