Social Media birgt großes Potenzial für regionale Bäckereien

Veröffentlicht am 21.06.21

Wer mit seinen Kunden kommunizieren und diese stärker an sein Unternehmen binden möchte, sollte sich langfristig mit der Verwendung sozialer Medien auseinandersetzen. Nach wie vor nutzen potenzielle Kunden das Internet vorrangig zur Informations- und Meinungsbildung, bevor sie sich dazu entschließen, das physische Produkt im Geschäft oder je nach Angebot über die Verkaufsplattform zu beziehen. Darüber hinaus haben die Social-Media-Nutzer einen wesentlichen Einfluss auf die Kaufentscheidungen passiver Internetnutzer, die lediglich auf der Suche nach interessanten Angeboten und Inhalten sind. Umsatzzuwächse folgen als positiver Nebeneffekt. Wer sich den sozialen Medien hingegen entzieht und ihnen keine Beachtung schenkt, läuft Gefahr, dass negative Kommentare und Meinungen über ihn verbreitet werden. Die Verwendung von Web 2.0 hat ebenfalls eine neue Phase der Kundenkommunikation eingeläutet, hierbei geht es also nicht mehr nur darum, Inhalte online zur Schau zu stellen, sondern auch darum, sich mit dem Internetnutzer und potenziellen Kunden auszutauschen. Regelmäßiges Social-Media-Monitoring ist daher eine Grundvoraussetzung.

 

Welches Potenzial birgt Social Media Marketing für regionale Bäckereien?

Gerade regionale und kleinere Unternehmen weisen das mitunter größte Potenzial für Social Media auf, denn je größer eine Zielgruppe ist, desto teurer wird es, wenn man Werbung schalten möchte und eine gewisse Reichweite benötigt wird. Ist die Zielgruppe hingegen lokal begrenzt, zum Beispiel in derselben Stadt oder im gleichen Einzugsgebiet, dann kann bereits mit relativ geringem Werbebudget die gesamte Zielgruppe erreicht werden. Bäckereien können sich diesen Effekt demnach zunutze machen, um ihren Bekanntheitsgrad zu steigern und Inhalte in der Region nicht nur über die klassische Weiterempfehlung sowie Mundpropaganda, sondern durch die gezielte Verwendung von Social Media an die unterschiedlichsten Zielgruppen zu adressieren. Das Teilen von Inhalten kann somit noch schneller vollzogen werden, sodass die Angebote nicht nur in den Filialen vor Ort, sondern auch direkt über die Online-Kanäle gespielt werden können. So kann der Kunde über die Website hinaus tagesaktuell über ein Angebot oder eine Aktion informiert werden.

 

Was sind die Vorteile gegenüber Großunternehmen?

Nebst dem bereits angesprochenen kleineren Gebiet, dass es zu bewerben gilt, sehen Experten einen weiteren Vorteil für kleinere Unternehmen darin, dass die Plattformen in der Regel über einen Feed verfügen. Unternehmen haben demnach die Möglichkeit, sich einen Platz im Feed zu sichern, indem sie ihre Beiträge bewerben – vergleichbar mit dem Aufgeben eines Inserats in einer renommierten Zeitung. Der Unterschied ist: In der Zeitung kann sich ein Großkonzern die halbe Seite leisten und die Kleinanzeigen der anderen Firmen werden so kaum wahrgenommen. Der Feed in sozialen Netzwerken ist hier „demokratischer“ und bietet allen Posts gleich viel Platz.

 

Wie könnte nun ein regionaler Bäcker Social Media für sich nutzen?

Im ersten Schritt gilt es herauszufinden, wie die betrieblichen Ziele in Social Media kommuniziert werden können. Hierfür sollte jedoch im Vorfeld ein Online-Verantwortlicher benannt werden, idealerweise ein Mitarbeiter aus dem eigenen Unternehmen, damit eine gewisse Authentizität gewährleistet werden kann. Die Wahl der passenden sozialen App hängt demnach stark von der eigenen Zielsetzung und der zu erreichenden Zielgruppe ab. Zwar sind die durchschnittlichen Bäckerkunden eher auf Facebook zu erreichen, dennoch sollte inzwischen jeder Bäcker auch Instagram bedienen. Instagram Stories haben darüber hinaus einen großen Vorteil: Anstelle eines einmaligen, groß organisierten Tages der offenen Tür ermöglichen Stories einen regelmäßigen Einblick hinter die Kulissen der Backstube. Das stellt Transparenz her und wirkt auf Kunden sehr sympathisch, authentisch und vor allem nahbar.

Im Wesentlichen unterscheidet sich die Nutzung von Social Media Marketing jedoch nicht von Groß- oder Kleinunternehmern, denn der Fokus sollte vorrangig darauf gelegt werden, Branding anhand von konsumierbaren Inhalten zu betreiben, statt reine Verkaufsbotschaften zu vermitteln. Wenn es nur um Produktmarketing ginge und der Bäcker einfach nur seine Brote und sein Sortiment anpreist, wird es nicht den gewünschten Effekt mit sich bringen. Es geht vielmehr darum, einen Bezug zu seinen Kunden oder seiner Region herzustellen, die Menschen mitzunehmen hinter die Kulissen. Zeigen, wie etwas hergestellt wird, mit welchen Firmen man regional zusammenarbeitet, woher die Zutaten für das Brot stammen oder erklären, weshalb man immer alles frisch zubereitet.

Langfristig müssen Unternehmer ihren Betrieb im Netz präsentieren. Tun sie das nicht, verschenken Bäckereien wichtige Chancen.