Traditionelles Bäckerhandwerk und Maschinen

Veröffentlicht am 04.11.20

Veränderungen wird es in der heutzutage dynamischen Welt immer geben. Alles verändert sich rasend schnell und auch Bäckereien müssen sich immer wieder an neue Umstände anpassen. Doch Veränderungen sind nicht immer schlecht. So können innovative Maschinen die traditionelle Handwerkskunst optimal unterstützen.

Das Bäckerhandwerk hat sich über Jahrhunderte hinweg bewährt und schon immer war Brot, als eines der ältesten Lebensmittel, sehr beliebt. Die handwerklichen Fähigkeiten werden innerhalb unserer Bäckereien weitergegeben, um auch zukünftig den hohen Qualitätsansprüchen gerecht zu werden und das Fachwissen von Generation zu Generation weiterzutragen. Aufwendige und traditionelle Herstellungsverfahren werden von den Bäckerinnen und Bäckern unserer Bäckereien noch heute eingesetzt, so unter anderem das 3-Stufen-Natursauerteigverfahren, ein uraltes Verfahren, das nur noch selten angewendet wird. Dies spiegelt sich nicht nur in der Qualität wider, sondern vor allem im Geschmack jedes einzelnen Produkts. So wird das unverwechselbare Geschmackserlebnis erzielt. 

Traditionelle Handwerkskunst und Maschinen sind zwei Faktoren, die einander nicht ausschließen. Auch echte Handwerksbetriebe verwenden heutzutage Knetmaschinen, um Zutaten zu vermengen und Vorteige anzusetzen. Der wesentliche Unterschied zur industriellen Herstellung ist nicht der Verzicht auf die Verwendung von Maschinen, sondern die einzelnen Zutaten und Herstellungsschritte unterscheiden sich maßgeblich. Bei der traditionellen Handwerkskunst wird der Sauerteig selbst angesetzt, den Teigen wird immer wieder genügend Zeit zum Ruhen gegeben und es werden keine Geschmacksverstärker oder Zusatzstoffe verwendet. Die fertigen Teige werden anschließend von Hand nochmals durchgeknetet und in die richtige Form gebracht. So kann die Kunst des Bäckerhandwerks erhalten bleiben und dennoch durch modernste Technik unterstützt werden.

Passion, Fingerspitzengefühl und jede Menge Erfahrung sind die wirklichen Geheimrezepte jedes guten Bäckers. Diese kann keine Maschine ersetzen. Dennoch ist es in der dynamischen Wirtschaft heute wichtig, am Puls der Zeit zu bleiben und maschinelle Unterstützungen zu nutzen, um langfristig erfolgreich zu sein. In unseren Bäckereien werden ganz andere Mengen Mehl, Salz oder auch Wasser verarbeitet. Mehl kommt eher kilogramm- statt grammweise zum Einsatz. Das Wasser kommt nicht aus dem Wasserhahn, sondern wird direkt aus Schläuchen in die großen Teigbehälter geleitet. Ein­fache Handrührgeräte sucht man in der Backstu­be vergebens, große Knetmaschinen verrichten ihr Werk. Selbst die Schneebesen haben hier Übergröße. Handwerk und Maschinen gilt es dabei gut und effektiv miteinander zu kombinieren. Es ist uns eine Herzensangelegenheit, dass die Prozesse unserer Bäckereien optimiert werden können, ihnen damit die Arbeit erleichtert wird und dabei aber trotzdem das traditionelle Bäckerhandwerk erhalten bleibt.