Zukunftsmodell: Click & Collect

Veröffentlicht am 03.09.21

Digitalisierung und insbesondere Smartphones nehmen in der Gesellschaft einen zunehmend höheren Stellenwert ein. So gibt es kaum noch was, das man nicht mit seinem Smartphone abwickeln könnte. Unter anderem steigt auch die Relevanz von Online-Shopping. Immer mehr Branchen bieten Onlineshops an. Auch erste Bäckereien springen auf den Zug auf. Über Onlineshops oder Apps etabliert das zunehmend das Modell „Click & Collect“. Ins Deutsche kann man das mit „klicken & abholen“ übersetzen. Besonders durch und während der Corona-Pandemie hat sich das Modell hervorgetan und immer weiter etabliert.

Die Entwicklung von Click & Collect

Die Nachfrage nach Onlineshops und Onlinebestellungen steigt stetig an. Diese Entwicklung hat sich schon vor der Pandemie abgezeichnet, hat durch Corona aber viel schneller an Fahrt aufgenommen als zuvor erwartet. Inzwischen bieten zahlreiche Restaurants ihre Tischreservierungen online an. Viele Unternehmen haben Onlineshops aufgebaut, da sie so die Corona-Pandemie besser überstehen konnten oder weil sie schon zuvor gemerkt haben, dass sich das Leben zukünftig stärker in der digitalen Welt abspielen wird. Und das nicht nur in den klassischen Branchen, die für E-Commerce bekannt sind, sondern durchaus auch Branchen, die sich zuvor eher von dieser Vertriebsform ferngehalten haben. Wie beispielsweise auch die Bäckereibranche, in der diese Form des Verkaufs zuvor kein Thema war. Seither setzt sich „Click & Collect“ zunehmend durch.

Click & Collect in der Praxis

Mit einem Klick können auf der Website der Bäckereien die gewünschten Backwaren vorbestellt und anschließend zu einem selbst festgelegten Zeitpunkt in der Filiale abgeholt werden. Aber nicht nur über die Website besteht diese Möglichkeit, es gibt mittlerweile auch zahlreiche Anbieter von Apps über die Bäckereien ihr eigenes Click & Collect erstellen können. Das Modell hat zahlreiche Vorteile. Unzufriedene Kundinnen oder Kunden, weil die Wunschprodukte nicht mehr verfügbar sind, gehören der Vergangenheit an. Die Vorausplanung gestaltet sich zu Teilen auch einfacher, wenn zu Teilen bereits absehbar ist, welche Produkte in welcher Menge nachgefragt sind. Allerdings gibt es weiterhin den alltäglichen Verkauf in den Filialen, der ebenfalls geplant werden muss, weswegen sich die Planung nur zu Teilen vereinfacht. Was einen sehr positiven Aspekt darstellt, ist, dass man mit der Zeit geht. Dass man sich als modernes Unternehmen präsentiert, das auch für junge Leute attraktiv ist, die die Hauptzielgruppe der Zukunft darstellen.

Die Herausforderungen

Aber auch die Herausforderungen, die das Modell mit sich bringt, sollten bedacht werden. So ist es beispielsweise eine Herausforderung, dass Kunden die Backwaren vorbestellen, dann aber auch zeitnah abholen können. „Click & Collect“ lohnt sich nur dann, wenn Kundinnen und Kunden das Angebot spontan nutzen können und nicht Tage vorher bestellen müssen. Wie das gewährleistet werden kann, muss gut durchdacht sein. Sonst kommt man erneut in die Situation, dass man mit unzufriedenen Kundinnen oder Kunden konfrontiert ist, da der Frust steigt, wenn die Backwaren weder vor Ort noch online verfügbar sind.

 

Grundsätzlich schadet es ganz sicher nicht, sich mit der Thematik näher auseinanderzusetzen. Die digitale Welt und Onlineshops werden eine immer höhere Relevanz einnehmen. Die Corona-Pandemie hat aufgezeigt, dass auch andere Vertriebswege als der klassische nicht schaden und sich vollkommen unerwartet als unerlässlich herausstellen. Auch in einer traditionellen Branche, zu der auch Bäckereien gehören, muss sich frühzeitig auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereitet werden. Die Anforderungen der zukünftigen Zielgruppe werden andere sein, hier heißt es, sich schon jetzt vorzubereiten. Es gibt also diverse Gründe, die dafür sprechen, Click & Collect zumindest im Kopf zu behalten, wenn nicht sogar konkrete Überlegungen zur Umsetzung anzustreben.